Vortragsreihe

Vortragsreihe 2021 - «Wasser – Herausforderung des 21. Jahrhunderts»

Der Umgang mit der Ressource Wasser gehört seit Jahren weltweit zu den grössten Herausforderungen der Menschheit. Unsere Vortragsreihe 2021 greift verschiedene Aspekte dieser Probleme rund um die Ressource Wasser im regionalen und globalen Kontext auf.

Die Vorträge werden auch online zur Verfügung gestellt. Kurzfristige Änderungen sind aufgrund der Pandemielage jederzeit möglich und werden auf dieser Webseite publiziert. Generell gilt das jeweils aktuelle Schutzkonzept der Universität Zürich. Bitte beachten Sie die Informationen zum Schutzkonzept am Ende dieser Webseite.

Update 15.09.21: Für die Veranstaltungen von Geographie Alumni UZH gilt neu die Zertifikatspflicht! Das heisst Teilnehmende müssen ein gültiges Covid-Zertifikat vorweisen. Weitere Informationen dazu finden Sie am Ende dieser Webseite.

Downloads:

Vortragsprogramm (PDF, 731 KB)

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Startveranstaltung 22. September 2021

Ort: Universität Zürich Irchel
Hörsaal: Y15-G-19
Beginn: 17:30 Uhr

Programm

17:30 Uhr Preisverleihung Maturitätsarbeiten

Landschaft

Die alljährlich stattfindende Preisverleihung würdigt herausragende Maturitätsarbeiten im Fach Geographie. Dieses Jahr werden 5 Anerkennungs- und 2 Hauptpreise verliehen. Monica Snipes Escalada (Realgymnasium Rämibühl) und Flori Kunert (Kantonsschule Schaffhausen) erhalten je einen Hauptpreis.

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18:15 Uhr Der Nachwuchs hat das Wort

Landschaft

Mittwoch, 22. September 2021
Universität Zürich Irchel
Hörsaal Y15-G-19

 

Mladen Marijanovic, MSc UZH

Geographisches Institut der
Universität Züric
h

Klimawandel und Hochwassertypen

Hochwasserereignisse sind eines der signifikantesten Naturgefahren in der Schweiz. Nicht nur verursachen sie Schäden an der Infrastruktur in Millionenhöhe, sondern sind sie auch eine Bedrohung für Mensch und Tier. Gemäss neuesten Klimamodellen ist davon auszugehen, dass extreme Niederschlagsereignisse in der Zukunft zunehmen würden. Dies bedeutet auch dass dementsprechend auch Hochwasserereignisse zunehmen werden. Hochwasser sind aber nicht gleich Hochwasser – in anderen Worten heisst dies, dass man diese in verschiedene Typen einteilen kann. In meiner Masterarbeit untersuchte ich, wie sich die Häufigkeit, Intensität und räumliche Verteilung von sechs verschiedenen Hochwassertypen unter zukünftigen klimatischen Bedingungen ändern könnte.

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Landschaft

Mittwoch, 22. September 2021
Universität Zürich Irchel
Hörsaal Y15-G-19

 

Marc Grob, MSc UZH

Geographisches Institut der
Universität Zürich


Die vorläufige Aufnahme in der Schweiz – Negativer Asylentscheid und dessen Bedeutung im Alltag

In Europa können heutzutage sowohl eine zunehmende Versicherheitlichung der Migration als auch eine Disharmonie bezüglich der Aufnahme von geflüchteten Menschen beobachtet werden. Während schutzbedürftige Individuen zunehmend als Sicherheitsrisiko wahrgenommen werden, scheint die akribische Prüfung jedes Asylgesuches notwendig geworden zu sein, um berechtigte von angeblich unberechtigten Asylbewerbern zu unterscheiden, wobei die meisten Asylanträge in der Schweiz zurzeit abgelehnt werden. Gemäss geltendem Flüchtlingsrecht dürfen Menschen jedoch nicht an Orte zurückgeführt werden, an welchen ihr Leben in Gefahr ist, weshalb einige von ihnen vorläufig aufgenommen werden. Dieser Vortrag zeigt auf, was eine vorläufige Aufnahme für Direktbetroffene im Alltag bedeutet, welche Einschränkungen sie erleben und wie sie versuchen, diesen entgegenzuwirken.

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Vortragsreihe Wasser – Herausforderung des 21. Jahrhunderts

Ort: Universität Zürich Zentrum
Hörsaal: KO2-F-180 (Karl-Schmid-Strasse 4, 1. Stock, Eingang Zoologisches Museum)
Beginn: 18:30 Uhr
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Roundup

Mittwoch, 6. Oktober 2021, 18:30 Uhr
Universität Zürich Zentrum
Hörsaal KO2-F-180
 

Dr. Astrid Björnsen Gurung

Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, Birmensdorf

Wasserknappheit im Wasserschloss: Mehrzweckspeicher als Lösung?

Die Alpen sorgen auch in Zukunft für ausreichend Niederschläge. Klimaszenarien verdeutlichen jedoch, dass selbst die Schweiz zukünftig vermehrt mit Trockenperioden rechnen muss. Verringern sich dazu noch die Abflüsse der Gletscher- und Schneeschmelze, kann es lokal zu Wasserknappheit kommen. Insbesondere wenn die Nachfrage zunimmt, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Was tun? Das Hydro-CH2018-Forschungsprojekt «Wasserspeicher» (2017-2021) untersuchte das Potenzial von natürlichen und künstlichen Wasserspeichern zur Verminderung von Sommerwasserknappheit. Dies aus Sicht der Wasserbilanz, aber auch unter Berücksichtigung der Governance, der Ökologie, des Landschaftsschutzes und der Ökonomie. Die Bilanz: Mehrzweckspeicher können tatsächlich eine Lösung darstellen, aber nicht überall.

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Roundup

Mittwoch, 20. Oktober 2021, 18:30 Uhr
Universität Zürich Zentrum
Hörsaal KO2-F-180
 

Dr. Christian Stamm

Eawag - das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, Dübendorf

Landwirtschaft und Wasserqualität – auf dem Weg zur Nachhaltigkeit?

Zur Optimierung der landwirtschaftliche Produktion wird in vielfältiger Weise in den natürlichen Wasser- und Stoffhaushalt von Landschaften eingegriffen. Vielfach wird dadurch die Qualität von Grund- und Oberflächengewässern beeinträchtigt. Dieser Beitrag beleuchtet die entsprechenden Prozesse in den Einzugsgebieten, um daraus Möglichkeiten für Gegenmassnahmen herzuleiten und zu diskutieren. Das Thema wird exemplarisch an der Problematik landwirtschaftlicher Pestizide in der Schweiz dargestellt. Die aktuelle politische Debatte um notwendige Massnahmen wird aufgegriffen und auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen durch Klimawandel und generellen Global Change diskutiert.
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Roundup

Mittwoch, 3. November 2021, 18:30 Uhr
Universität Zürich Zentrum
Hörsaal KO2-F-180

PD Dr. Daniel Viviroli

Hydrologie und Klima, Geographisches Institut der Universität Zürich

Die Bedeutung der Gebirge für die globalen Wasserressourcen

Die Bergregionen der Erde werden oft als „Wasserschlösser“ bezeichnet. Doch welche Bedeutung haben Gebirge für die Wasserressourcen der Tiefländer, und wie verändert sich diese Bedeutung unter sich wandelnden klimatischen, demografischen, wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Bedingungen? Der Vortrag beleuchtet anhand einer globalen Übersicht, dass Mitte dieses Jahrhunderts etwa ein Viertel der gesamten Tieflandbevölkerung stark von Abflüssen aus den Gebirgen abhängig sein könnte. Eine wichtige Verbindung zeigt sich zudem zur Nahrungsmittelproduktion, wo gegenwärtig etwa ein Drittel der Bewässerungsflächen in den Tiefländern stark von Gebirgsabflüssen abhängig sind und gleichzeitig unter Übernutzung der lokal vorhandenen Wasserressourcen betrieben werden.
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Roundup

Mittwoch, 17. November 2021, 18:30 Uhr
Universität Zürich Zentrum
Hörsaal KO2-F-180

Prof. Dr. Peter Hettich

IFF-HSG, Universität St. Gallen

 

Wem gehört das Wasser?

Der Vortrag wagt Streiflichter auf die kontroverse Problematik des «Eigentums» am Wasser. Dabei geht der Referent auf die Nutzung des Wassers als Trink- und Brauchwasser, auf die Nutzung für die Wasserkraft und auf die ideellen Ansprüche der Flora und Fauna ein. Ist von einem «Menschenrecht auf Wasser» im Sinne eines unbedingten Rechtsanspruchs der Menschen auszugehen oder sind Differenzierungen notwendig? Kann und soll das Gemeinwesen diese Differenzierungen vornehmen? Wie soll die Nutzung des Wassers koordiniert und Nutzungskonflikte vermieden werden? Ist eine staatliche Planung der Wassernutzung überhaupt sachgerecht oder wäre das Wasser in privaten Händen – durch Privatisierung des Wassers – nicht viel besser aufgehoben?
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Roundup

Mittwoch, 1. Dezember 2021, 18:30 Uhr
Universität Zürich Zentrum
Hörsaal KO2-F-180

Dr. Eva Ludi

Wyss Academy for Nature, Bern

 

Wasser(un)sicherheit in Afrika

Die Länder Afrikas südlich der Sahara durchlaufen zurzeit rapide Industrialisierungs- und Urbanisierungsprozesse. Eine wachsende Bevölkerung führt insgesamt zu einer grösseren Nachfrage nach Nahrungsmitteln. Intensive und vermehrt auch bewässerte Landwirtschaft, sowie der zunehmende Gebrauch an Agrochemikalien führen zur Degradierung von natürlichen Ressourcen. Zudem verfügen viele Länder Afrikas nur über geringe Wasserspeicherkapazitäten und viele Gewässer sind grenzüberschreitend, was das Management erschwert. All diese Entwicklungen finden inmitten der globalen Klimakrise statt, deren Auswirkungen sich im gesamten hydrologischen Zyklus niederschlagen und z.B. zu vermehrten Extremereignissen führen. Das Referat zeigt am Beispiel Äthiopiens auf, mit welchen wasserbedingten Problemen die Bevölkerung, die Regierungen und Wirtschaft in Afrikanischen Ländern umzugehen hat und diskutiert Lösungsansätze, um mit dieser Wasserunsicherheit umzugehen.
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Informationen zum Covid-Schutzkonzept

Update 15.09.21: Für die Veranstaltungen gilt neu die Zertifikatspflicht!

Die Vortragsreihe wird als Veranstaltung mit Covid-Zertifikats-Nachweis durchgeführt, d.h. ein gültiges Covid-Zertifikat wird vorausgesetzt und muss vorgewiesen werden. Es gelten folgende Schutzbestimmungen (Stand: 13.09.2021):

  • Bei jeder Veranstaltung müssen alle Teilnehmenden ein gültiges Covid-Zertifikat sowie einen Identitätsausweis vorweisen.
  • Die Teilnehmenden sind sich bewusst, dass Sie die geltenden Hygieneregeln. konsequent umsetzen (regelmässig die Hände mit Wasser und Seife waschen oder sich die Hände desinfizieren)
  • Die Teilnehmenden sind sich bewusst, dass Sie im Krankheitsfall und bei Krankheitssymptomen nicht an der Veranstaltung teilnehmen dürfen.
  • Teilnehmende, die kürzlich aus Risikogebieten eingereist sind, haben sich an die geltende Quarantänefrist zu halten und dürfen während der Quarantänefrist nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Generell gilt das jeweils aktuelle Schutzkonzept der Universität Zürich.

Weitere Informationen und Downloads:

Informationen zu Veranstaltungen ausserhalb der Lehre

Basis-Schutzkonzept der Universität Zürich

Schutzkonzept der Universität Zürich für Veranstaltungen mit Zertifikat

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