Vortragsreihe
Veranstaltungen Winterhalbjahr 2026
Next in Geography Dienstag, 22. September 2026
Universität Campus Irchel Hörsaal Y03-G-85
Programm
- 18:00 Uhr Zwei Kurzreferate zu aktuellen Masterarbeiten am GIUZ
- 18:45 Uhr Preisverleihung Maturitätsarbeiten
Kurzreferate zu aktuellen Masterarbeiten am GIUZ
Annika Spaar: «Erosion rates of treethrow mounds of the Upper
Peninsula in Michigan, US». In dieser Arbeit werden Treethrows – Boden- und Landschaftsveränderungen infolge umstürzender Bäume – sowie deren Auswirkungen auf Bodenprozesse und die daraus resultierende Mikrotopographie untersucht. Im Fokus stehen dabei die Erosionsraten der entstandenen Mounds, deren zeitliche Entwicklung und der Vergleich zu nicht betroffenen Flächen.
(Verschoben auf 2027) Tanisha Hebeisen: Beyond Apathy: «Youth Activism and Alternative Futures in Japan». Wie verstehen politisch engagierte junge Menschen in Japan politische Teilhabe und welche Vorstellungen einer zukünftigen Gesellschaft entwickeln sie.
Jael Mencke und Kathrin Habegger: Gemeinsamer Vortrag zu den Themen: «Linking Landforms to Water Signatures: Hydrological and Hydrochemical Variability in Two Alpine Catchments» und «Stratigraphic Evidence of Holocene Thermo-erosional Valley Development in Ice-rich Permafrost on Kurungnakh Island».
Preisverleihung Maturitätsarbeiten
Dieses Jahr werden 2 Anerkennungs- und 2 Hauptpreise verliehen. Es gibt für alle prämierten Arbeiten eine kurze Laudatio aus der Fach-Jury von Dr. Sara Landolt von Geography Teacher Training (GTT). Die GTT hat die eingereichten Arbeiten begutachtet.
Im Anschluss Apèro bei der Kettelikunst zum gegenseitigen Austausch
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Naturgefahren und Naturrisiken in Zeiten des Klimawandels: Der Mensch als Opfer und Täter zugleich
Alle Vorträge finden an der UZH Zentrum statt.
Max Frisch hat einst treffend geschrieben: «Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie überlebt; die Natur kennt keine Katastrophen.» So versucht die Schweiz seit jeher mit verschiedenen Methoden Naturereignisse nicht zu Katastrophen werden zu lassen.
Die Zerstörung von Blatten (VS), die Evakuierungen von Brienz (GR) und Schwanden (GL), die Murgänge bei Bondo (GR) und Brienz (BE) sowie zahlreiche Hochwasser haben gezeigt, wie verwundbar die Schweiz im Zusammenhang mit Naturereignissen trotzdem nach wie vor ist.
Die Vortragsreihe beleuchtet Naturgefahren und -risiken mit einem Fokus auf die Alpen
Montag, 19. Oktober 2026; 18:30 Uhr, UZH Zentrum Hörsaal: KOL-G-204, Prof. Dr. David N. Bresch
Die neuen Klimaszenarien der Schweiz - Aufruf zum Klimaschutz und Handlungshilfe zur Anpassung an den Klimawandel
Referent: Prof. Dr. David N. Bresch ist Professor für Wetter- und Klimarisiken am Institut für Umweltentscheidungen im Departement Umweltsystemwissenschaften, ETH Zürich und MeteoSchweiz
Die neuen Klimaszenarien CH2025 bilden die aktuellste wissenschaftliche Grundlage zum Klimawandel in der Schweiz. Sie zeigen klar, dass sich Temperaturanstieg, Hitzebelastung, Starkniederschläge, sommerliche Trockenheit sowie der Rückgang von Schnee und Gletschern bei anhaltenden Emissionen weiter verstärken werden. Die Szenarien, erarbeitet im Rahmen des National Centre for Climate Services (NCCS), stellen diese Entwicklungen regional differenziert dar und machen die Auswirkungen unterschiedlicher Emissionspfade transparent. Die vom Netzwerk Anpassung an den Klimawandel des BAFU publizierte Handlungshilfe übersetzt diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in eine praxisnahe Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltung und weitere Akteure im Hinblick auf die Umsetzung wirksamer Anpassungsmassnahmen. Der Vortrag stellt die Klimaszenarien und die Handlungshilfe anhand konkreter Beispiele vor.
Montag 9. November 2026; 18:30 Uhr, UZH Zentrum Hörsaal: KOL-G-204, Dr. Jeannette Nötzli
Grosse Veränderungen im Innern der Berge: Erkenntnisse aus 25 Jahren Permafrostbeobachtung in der Schweiz
Referentin: Dr. Jeannette Nötzli, WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Leiterin des Schweizer Permafrost Messnetz (PERMOS)
Permafrost existiert in den Schweizer Alpen verborgen in Schutthalden und steilen Felswänden oberhalb der Waldgrenze. Er prägt die Hochgebirgslandschaft, spielt eine wichtige Rolle für Infrastruktur im Gebirge und seine Veränderungen können die Stabilität von Gebirgshängen beeinflussen. Der Vortrag zeigt anhand anschaulicher Beispiele die Bedeutung des Permafrosts und erläutert aktuelle Entwicklungen im Alpenraum.
Donnerstag, 3. Dez. 2026; 18:30 Uhr, UZH Zentrum Hörsaal KOL-G-217, Christian Holzgang
Raumplanung und gravitative Naturgefahren
Referent: Christian Holzgang, Stellvertretender Sektionsleiter und Fachexperte Wasserbau beim BAFU
Risiken durch gravitative Naturgefahren lassen sich nicht allein mit technischen Massnahmen begegnen – auch die Raumplanung spielt eine entscheidende Rolle. Der Vortrag beleuchtet die Notwendigkeit raumplanerischer Massnahmen und zeigt mögliche Ansätze unter Berücksichtigung der Siedlungsentwicklung auf.
-> Im Anschluss Weihnachts-Apéro im Lichthof